Hinweis für Interessierte und neue Fachpraxislehrkräfte

Wie wird man eigentlich Fachpraxislehrer/in?

Diese Frage ist immer wieder von Leuten zu hören, die sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, eine entsprechende Ausbildung an einer der vielen Berufsbildenden

Schulen des Bezirkes ins Auge zu fassen. Deshalb hier an dieser Stelle einige, von Sonja Weiß zusammengestellte Informationen aus dem Nieders. Kultusministerium.

Fachpraxislehrkräfte werden direkt an den berufsbildenden Schulen eingestellt, d.h. Bewerbungen sind unmittelbar an die Schule zu richten.
Fachpraxislehrer/innen unterrichten 27,5 Stunden in der Besoldungsgruppe A9. Beförderungsmöglichkeiten gibt es zu A10, in seltenen Fällen bis A11.

Einstellungsvoraussetzungen für Fachpraxislehrkräfte

der Realschulabschluss oder ein entsprechender Bildungsstand,
eine abgeschlossene Berufsausbildung und
der Abschluss einer mindestens drei Schulhalbjahre umfassenden geeigneten Fachschulausbildung oder eine geeignete Meisterausbildung und
danach eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit

Fachpraxislehrkräfte werden eingestellt und qualifiziert, um an berufsbildenden Schulen praktischen Unterricht in dem ihrer Vorbildung entsprechenden Berufsbereich zu erteilen.
Hauptsächlich werden sie in der Berufsvorbereitung (BVJ), in den Berufseinstiegsklassen (BEK) und in den Berufsfachschulen (BFS) eingesetzt. Darüber hinaus unterrichten Fachpraxislehrkräfte Schülerinnen und Schülern von allgemeinbildenden Schulen zur ersten beruflichen Orientierung.

Ausbildung der Fachpraxislehrkräfte

Die Ausbildung zur Lehrer/in für Fachpraxis dauert zwei Jahre. In dieser Zeit erhalten die Anwärter/innen Anwärterbezüge (siehe Beamtenbesoldung).
Die Unterrichtsverpflichtung während der Ausbildung beträgt 22,5 Stunden, es erfolgt eine Betreuung in der Schule durch einen Mentor.
Im Ausbildungsseminar findet die berufsbegleitende pädagogisch-didaktische Qualifizierungsmaßnahme in der Regel 14 tägig statt.
Während der Ausbildung erfolgen Hospitationen bei Lehrerkollegen/innen. Es finden Unterrichtsbesuche und Beratungsgespräche seitens des Fachseminars, des Pädagogikseminars, der Schulleitung und des Mentoren statt.

Allgemeine Informationen erteilt auch die Niedersächsische Landesschulbehörde mit den Regionalabteilungen in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Osnabrück.

Quellen:
Niedersächsisches Kultusministerium (www.mk.niedersachsen.de)
www.studienseminar-ol-bbs.de
www.beamtenbesoldung.org
www.bbsseminarstade.de