Dienstag August 28, 2018 10:00 vorm.

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Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen im Schulbereich verläuft nicht immer spannungs- und reibungsfrei. Wo liegen Stolpersteine der Zusammenarbeit? Worin bestehen – etwa bezogen auf den Bildungsauftrag und die Aufgaben  im Team – die Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede? Wie können die verschiedenen Professionen einen gemeinsamen Kompass entwickeln? Und welche Rahmenbedingungen brauchen sie dazu? 

Der Ausbau von Ganztagsschulen und die Umsetzung von Inklusion erfordert die Kooperation einerseits zwischen allgemeinen und sonderpädagogischen Lehrkräften sowie andererseits weiteren (nicht immer) pädagogisch ausgebildeten Fachkräften. Sollen Schüler*innen individuell gefördert werden, erfordert das differenzierte Unterrichtsformen, einen offenen Umgang mit Vielfalt und insbesondere multiprofessionelle Teamarbeit. 

In der Praxis ist die Kooperation allerdings nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden und stellt neue Anforderungen an alle Beteiligten. Diese haben mitunter ein unterschiedliches Verständnis von Bildungsprozessen. Sie haben vielleicht sogar ganz offiziell einen unterschiedlichen Erziehungs- oder Bildungsauftrag. Sie arbeiten für unterschiedliche Arbeitgeber und für unterschiedlich viel Geld. Und manchmal sprechen sie nicht mal dieselbe Sprache.  Die multiprofessionelle Zusammenarbeit steht also zuallererst vor der Herausforderung, interprofessionelle Haltungen, Vorurteile, spezifische Gewohnheiten und pädagogische Zugänge zu klären und gemeinsam zu bearbeiten, damit die Kooperation reibungslos verlaufen kann. 

Eine gute Kooperation verschiedener Professionen, gegenseitige Beratung und die Übernahme verschiedener – und gemeinsamer – Perspektiven auf die pädagogische Arbeit sind Grundvoraussetzungen inklusiver Bildung.  Es geht also um ein besseres Wissen über die jeweils anderen Professionen und Möglichkeiten eines verbesserten gemeinsamen pädagogischen Handelns. Und nicht zuletzt um ein gemeinsames berufsethisches Fundament. Besonders die bildungspolitische und pädagogische Herausforderung der Inklusion erfordert eine gemeinsame Reflexion der beteiligten Pädagog*innen über Werte und Haltungen in der täglichen (Zusammen)Arbeit, über den „inneren Kompass“ des eigenen und gemeinsamen Handelns. Inwiefern bietet dabei das Berufsethos der Bildungsinternationalen, das der GEW Gewerkschaftstag in 2013 beschlossen hat – eine Orientierung? 

Die Veranstaltung findet am 28. August 2018  in Zusammenarbeit mit der Kooperationsstelle Universität-Gewerkschaften  in der Universität Oldenburg statt (BIS Saal). Folgender Ablauf ist geplant:

09.30 Uhr:Stehcafé

10.00 Uhr: Begrüßung und Vortrag mit Diskussion

13.00 Uhr : Mittagessen

ab 14.00 Uhr Sitzungen der Fachgruppen

Anmeldungen werden hier bis zum 23. August entgegengenommen.

 

Hinweis: Die gemachten Angaben werden von uns gespeichert und ausschließlich zur Durchführung der Veranstaltung genutzt.

 

Anmeldeschluss ist erreicht