Neue Zahlen der Bertelsmann Stiftung zeigen: Nicht mal zwanzig Prozent der berechtigten Kinder und Jugendlichen bekommen den monatlichen Teilhabebetrag. Die GEW fordert deutliche Verbesserungen.
Kinder und Jugendliche, deren Eltern Grundsicherung beziehen, haben seit 15 Jahren Anspruch auf finanzielle Unterstützung für das Mitmachen bei Sport und Kultur oder für die Unterstützung in der Schule. Nach neuesten Zahlen des Projekts „Aufwachsen in Wohlbefinden“ der Bertelsmann Stiftung kommt ein Großteil der Gelder des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) aber nicht bei den Betroffenen an.
Laut den Volkswirtinnen Antje Funcke und Sarah Menne ist vor allem der Teilhabebetrag für soziale und kulturelle Aktivitäten problematisch. Bundesweit erhalten ihn nur etwa 18 Prozent der 6- bis unter 15-Jährigen sowie 12 Prozent der 15- bis unter 18-Jährigen im Rechtskreis des SGB II.
„Das Bildungs- und Teilhabepaket ist gescheitert. Nicht mal zwanzig Prozent der berechtigten Kinder und Jugendlichen bekommen den monatlichen Teilhabebetrag. Ausgerechnet bei der sozialen Teilhabe, dem Herzstück des Pakets, klafft die größte Lücke. Dem Kampf der Bundesregierung gegen Kinderarmut und Chancenungleichheit ist selbst ein Armutszeugnis auszustellen“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied der GEW für Schule, die Ergebnisse.
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