GEW zu PISA: „Das gesamte Schulwesen gehört auf den Prüfstand“

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Bildungsgewerkschaft erklärt Bildungspolitik der letzten 25 Jahre für gescheitert

Frankfurt am Main, 8. September 2026 – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert angesichts der heute veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 ein radikales Umsteuern der Bildungspolitik. Vor allem beim Thema Bildungsgerechtigkeit stellt die Studie Deutschland ein verheerendes Zeugnis aus. So liegt der Abstand zwischen begünstigten und benachteiligten Jugendlichen in den Naturwissenschaften mit 125 Punkten weit über dem OECD-Schnitt von 85 Punkten. Der sozioökonomische Hintergrund erklärt in Deutschland 19 Prozent der Unterschiede in der naturwissenschaftlichen Leistung. Damit liegt der Wert knapp zwei Drittel über dem OECD-Durchschnitt von 11,6 Prozent. Nur fünf der 90 erfassten Länder schneiden noch schlechter ab.

„Ein Vierteljahrhundert PISA-Maßnahmen haben unterm Strich nichts gebracht“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied für den Bereich Schule, die Ergebnisse. Nach 25 Jahren hänge der Bildungserfolg in Deutschland immer noch so stark vom Elternhaus ab, wie in kaum einem anderen Land. „Es ist ein handfester Skandal, dass wir in Deutschland nach wie vor solche Probleme mit Chancenungleichheit und Bildungsungerechtigkeit haben. Allen Erhebungen und dem Herumdoktern der Politik zum Trotz trägt das Schulsystem quasi nichts dazu bei, die starke Verknüpfung von Bildung und sozialem Hintergrund abzumildern. Im Gegenteil: Es zementiert und verstärkt sie sogar.“

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